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Gemeinsam nach Lösungen suchen.

 

Ausgangssituation

Kopfweiden sind wichtige Bestandteile des Biotopverbundes und dienen der Verbesserung und Erhaltung bestehender Beziehungen von Biotopverbundelementen untereinander. Intakte Kopfweiden unterstützen die Entwicklung und Verbesserung von ökologischen Beziehungen und fungieren in großem Umfang als ökologische Übergangsbereiche und linien- oder flächenhfte Vernetzungselemente von Lebensräumen. Durch regelmäßige Pflegeschnitte werden Lebens- und Funktionalräume (Paarungs-, Nist-, Brutplätze, Nahrungshabitate, Rastplätze und Zufluchtsorte uvm.) erhalten oder wiederhergestellt.

Die Menschen erkannten schon frühzeitig die Vorzüge dieser Bäume. Ihre leichte Vermehrbarkeit, ihr hohes Ausschlagvermögen sowie ihre Schnellwüchsigkeit und geringen Standortansprüche zeichnen sie aus. Kopfweiden wurden zur Grenzbestimmung gepflanzt, ihre Ruten dienten je nach Ausprägung zur Korbherstellung, als Baumaterial, Brennstoff oder wurde zu Werkzeuggriffen verarbeitet.

Mittlerweile wurde die Verwendung von Weidenholz vielfach durch andere Materialien ersetzt. Unzählige Kopfweiden sind ökonomisch nicht mehr wichtig und werden somit nicht mehr regelmäßig geschnitten. Die oft hohlen Weidenstämme halten die Last der ausladenden Arme nicht aus und brechen auseinander.

In den Auegebieten von Saale, Elster und Luppe sowie entlang (wasserführender) Gräben stehen viele Kopfweiden - wenige werden regelmäßig geschnitten, andere gar nicht.

Projektziele

Als langfristiges Ziel sollen so viele Kopfweiden wie möglich einen erhaltenden Pflegeschnitt erhalten. Langfristig soll versucht werden in regelmäßigen Abschnitten Kopfweiden zu schneiden, sodass eine Vielzahl der kulturhistorisch und ökologisch wichtigen Bestandteile unserer heutigen Kulturlandschaft erhalten werden können.

Umsetzung

Aktuell werden in den Gemeinden Bad Dürrenberg, Leuna und Schkopau Kopfweiden durch Fachfirmen geschnitten. Grundsätzlich dürfen aus einer bestehenden Gruppe oder Reihe von Kopfweiden nicht alle in einem Pflegegang geschnitten werden. Das Projekt wurde diesem Grundsatz folgend auf zwei Winter aufgeteilt, sodass an jedem Standort zweimal geschnitten wird (erst eine Hälfte des Bestandes, dann die restlichen Bäume). Grund hierfür sind die sich im Lebensraum Kopfweide befindlichen Tiere (z.B. Fledermäuse in Baumhöhlen ...), welchen eine Chance zum Wechsel des Lebensraumes gegeben werden muss.

Grundlage für die derzeitige Schnittplanung im Projekt ist eine Kartierung der Kopfweidenbestände entlang von Gräben, welche im Zuständigkeitsbereich des Unterhaltungsverbandes "Mittlere Saale-Weiße Elster" liegen. Diese wurde uns zur Verfügung gestellt.

Zeitraum

Pflegephase 1: 01.11.2012 - 28.02.2013
Pflegephase 2: 01.11.2013 - 31.03.2014 (März dient lediglich für Auswertung und Dokumentation, Schnitt nur bis 28.02.2014)

Finanzierung

Finanziert wurde dieses Projekt über die "Richtlinie über die Gewährung von Zuwendungen zur Förderung von Naturschutz- und Landschaftspflegeprojekten in Sachsen-Anhalt (ELER)" und mithilfe von Zuwendungen der einzelnen Städte.

Projektleitung

Landschaftspflegeverband Merseburg-Querfurt e.V. 

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