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Gemeinsam nach Lösungen suchen.

Sicherung des Fledermausquartiers

 

Ausgangssituation

Unterhalb der Hochhalde "Pfännerhall" am Ortsrand von Braunsbedra befindet sich eine Bunkeranlage, welche vermutlich vor/während des 2. Weltkrieges errichtet wurde und danach dem Zivilschutz dienen sollte. Die Bunkeranlage besteht aus dem eigentlichen Bunker, einer Garage und einer Flakstellung auf der Haldenoberkante. Seit einigen Jahren ist bekannt, dass die Anlage der streng geschützten Kleine Hufeisennase und auch anderen Fledermausarten als Winter- bzw. Zwischenquartier dient. Wegen dem Vorkommen seltener ud schützenswerter Fledermausarten wurde die Bunkeranlage als FFH-Gebiet ausgewiesen.

FFH-Gebiete sind spezielle Schutzgebiete, die europaweit auf Grundlage der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie ausgewiesen werden und dem Schutz von Tieren, Pflanzen und Lebensräumen dienen. In ihrer Gesamtheit wird das Netz dieser Schutzgebiete als "Natura 2000" bezeichnet. Aktuell gibt es in Sachsen-Anhalt 297 FFH-Gebiete mit einer Gesamtfläche von 231.936 ha (=11,31% der Landesfläche).

Besondere klimatische Verhältnisse, Versteckmöglichkeiten und Ungestörtheit zählen zu den wichtigsten Voraussetzungen für ein optimales Fledermausquartier. Die Ungestörtheit konnte in dieser Bunkeranlage seit Jahren nicht mehr gewährleistet werden, da die baulichen Anlagen nicht verschlossen waren, d.h. sie waren frei zugänglich für jeden - jung oder alt.

Projektziele

Zum Schutz des Quartiers und auch zur Abwehr von Gefahren sollten die Eingänge der Bunkeranlage und der Garage so verschlossen werden, dass die Fledermäuse freien Einflug haben, Unbefugte aber keinen Zutritt mehr haben. Neben dieser dauerhaften Sicherung der Eingänge sollten die baulichen Anlagen auch innerhalb optimiert werden. Die Sicherung der Flakstellung soll später realisiert werden.

Umsetzung

Zunächst wurden die zwei Zugänge der Bunkeranlage und der Eingangsbereich der Garage freigelegt (Entfernung von Bewuchs und Betonplatten etc.). Die Stadt Braunsbedra, als Eigentümer, hat den vorgefundenen Müll in den Eingangsbereichen entfernt.

Zur Optimierung des Quartiers wurden im Inneren der Bunkeranlage und auch in der Garage sogenannte Schlafsteine und Mauern aus verkehrtliegenden Hohlblocksteinen als weitere Versteckmöglichkeiten eingebaut. Abschließend wurden die Eingänge mit Winkelstützelementen mit ausreichend großen Gittern oder Gittertüren verschlossen.

Für Kontrollgänge und auch zum Zählen der Fledermäuse können die Anlagen geöffnet werden. 

Zeitraum

Planung und Umsetzung: 15.05.2013 - 31.10.2013

Finanzierung

Finanziert wurde dieses Projekt über die "Richtlinie über die Gewährung von Zuwendungen zur Förderung von Naturschutz- und Landschaftspflegepojekten in Sachsen-Anhalt (ELER)".

Projektbeteiligte

  • Büro Myotis, Herr Lehmann
  • Binas Bau GmbH (ausführende Firma)
  • Untere Naturschutzbhörde Saalekreis
  • Stadt Braunsbedra
  • Landschaftspflegeverband Merseburg- Querfurt e.V. (Projektleitung)
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